Makuladegeneration
Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine fortschreitende Erkrankung der Netzhautmitte (Makula), die zu einem Verlust des scharfen, zentralen Sehens führt. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im höheren Lebensalter.
Wie die Erkrankung entsteht
Mit zunehmendem Alter können sich Ablagerungen unter der Netzhautmitte bilden und die Versorgung der Sinneszellen beeinträchtigen; bei der selteneren, „feuchten“ Form wachsen zusätzlich krankhafte Blutgefäße ein, die bluten oder Flüssigkeit absondern können.
Trockene und feuchte Form
Die trockene Form schreitet meist langsam über Jahre voran, während die feuchte Form durch die einwachsenden Gefäße rascher, mitunter innerhalb weniger Wochen, zu deutlichem Sehverlust führen kann.
Typische Beschwerden
Verschwommenes oder verzerrtes Sehen in der Mitte des Blickfelds, ein grauer oder dunkler Fleck im zentralen Gesichtsfeld sowie Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern, während das Sehen am Rand meist erhalten bleibt.
Warum rasche Abklärung bei plötzlicher Verschlechterung wichtig ist
Verschlechtert sich das Sehen plötzlich oder nehmen gerade Linien gebogen wahrgenommen wird, kann dies auf eine feuchte Makuladegeneration hindeuten — in diesem Fall sollte zeitnah eine augenärztliche Untersuchung erfolgen, da eine frühe Behandlung das Sehvermögen besser erhalten kann.
Behandlung
Für die feuchte Form stehen Medikamente zur Verfügung, die regelmäßig direkt ins Auge gespritzt werden und das Gefäßwachstum hemmen; für die trockene Form gibt es bislang weniger wirksame Behandlungen, Sehhilfen und Anpassungen im Alltag können aber helfen, mit der eingeschränkten Sehkraft besser zurechtzukommen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Berufsverband der Augenärzte Deutschlands — Altersabhängige Makuladegeneration: Formen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Führt Makuladegeneration zur vollständigen Erblindung?
In der Regel nicht — das zentrale Sehen ist betroffen, das Sehen am Rand des Blickfelds bleibt meist erhalten.
Wie unterscheidet sich die trockene von der feuchten Form?
Die trockene Form schreitet meist langsam voran, die feuchte Form kann durch einwachsende Blutgefäße rascher zu deutlichem Sehverlust führen.
Kann man Makuladegeneration behandeln?
Für die feuchte Form stehen wirksame Medikamente zur Verfügung, für die trockene Form gibt es bislang weniger Behandlungsmöglichkeiten.
Wann sollte man bei Sehstörungen sofort zum Augenarzt?
Bei plötzlicher Verschlechterung des Sehens oder verzerrt wahrgenommenen geraden Linien sollte zeitnah eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.
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