Lageanomalie des Uterus
Eine Lageanomalie des Uterus liegt vor, wenn die Gebärmutter von ihrer typischen, leicht nach vorne geneigten Position im Becken abweicht, etwa indem sie nach hinten gekippt ist oder seitlich verlagert liegt. Bei den meisten Frauen handelt es sich um eine harmlose Normvariante ohne Krankheitswert, die keiner Behandlung bedarf.
Ursachen
Eine Lageanomalie kann angeboren sein und stellt dann meist eine natürliche Variante der Anatomie dar. Erworbene Formen können durch Verwachsungen nach Entzündungen oder Operationen, durch Endometriose, durch Geburten oder durch eine Bindegewebsschwäche im Becken entstehen.
Symptome
Die angeborene Normvariante verursacht in aller Regel keinerlei Beschwerden. Erworbene, durch Verwachsungen bedingte Lageanomalien können gelegentlich mit Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder einem Druckgefühl im Becken einhergehen.
Diagnostik
Die Lage der Gebärmutter wird im Rahmen der gynäkologischen Tastuntersuchung sowie durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt. Bei Beschwerden wird zusätzlich nach möglichen Ursachen wie Verwachsungen oder einer Endometriose gesucht.
Behandlung
Die beschwerdefreie Normvariante benötigt keine Behandlung. Verursachen Verwachsungen oder eine zugrunde liegende Erkrankung Beschwerden, richtet sich die Behandlung nach der jeweiligen Ursache, etwa durch eine gezielte Behandlung einer Endometriose oder in ausgewählten Fällen eine operative Lösung von Verwachsungen.
Verlauf und Prognose
Die angeborene Lageanomalie bleibt in der Regel lebenslang folgenlos und beeinträchtigt weder Fruchtbarkeit noch Schwangerschaftsverlauf wesentlich. Bei erworbenen, beschwerdehaften Formen richtet sich die Prognose nach der erfolgreichen Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Lageanomalie des Uterus: Ursachen, Bedeutung, Diagnostik
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist eine nach hinten gekippte Gebärmutter gefährlich?
Nein, sie ist bei den meisten Frauen eine harmlose Normvariante ohne Krankheitswert.
Beeinträchtigt eine Lageanomalie die Fruchtbarkeit?
Die angeborene Normvariante in der Regel nicht, erworbene, durch Verwachsungen bedingte Formen können im Einzelfall eine Rolle spielen.
Wann sollte eine Lageanomalie ärztlich abgeklärt werden?
Bei Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder einem Druckgefühl im Becken.
Muss eine beschwerdefreie Lageanomalie behandelt werden?
Nein, sie benötigt in der Regel keine Behandlung.
Weiterlesen
Arzneimittelinduzierte autoimmunhämolytische Anämie
Durch bestimmte Medikamente ausgelöste Blutarmut, bei der das Immunsystem fälschlicherweise eigene rote Blutkörperchen angreift.
Weiterlesen →FrauengesundheitPCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom)
PCOS: eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen im gebärfähigen Alter.
Weiterlesen →FrauengesundheitChorioamnionitis
Chorioamnionitis: eine Infektion der Eihäute während der Schwangerschaft.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.