Lageanomalie des Ureters
Die Lageanomalie des Ureters ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Harnleiter nicht an seiner üblichen Stelle in die Harnblase mündet, sondern an einer davon abweichenden Position. Je nach betroffenem Geschlecht kann sie zu einem ständigen Harnträufeln oder wiederkehrenden Harnwegsinfekten führen.
Ursachen
Die Fehlmündung entsteht durch eine gestörte Wanderung des Harnleiters während der frühen Entwicklung im Mutterleib, wodurch dieser nicht an seiner regelrechten Stelle in der Harnblase endet, sondern etwa in der Harnröhre oder bei Mädchen in der Scheide.
Symptome
Bei Mädchen mit einer Fehlmündung außerhalb des Schließmuskels kann sich ein ständiges Harnträufeln neben dem regulären Wasserlassen zeigen. Bei beiden Geschlechtern können wiederkehrende Harnwegsinfekte auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und Harnwege sowie eine weiterführende Bildgebung der Harnwege gestellt, mit der die genaue Mündungsstelle des Harnleiters dargestellt werden kann.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer operativen Verlagerung der Harnleitermündung an die regelrechte Position in der Harnblase, um das Harnträufeln zu beheben und wiederkehrende Infekte zu vermeiden.
Verlauf und Prognose
Mit einer operativen Korrektur lässt sich die Fehlmündung bei den meisten Kindern erfolgreich beheben. Die Prognose ist bei rechtzeitiger Behandlung gut.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Lageanomalie des Ureters: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was bedeutet Lageanomalie des Ureters?
Der Harnleiter mündet nicht an seiner üblichen Stelle in die Harnblase, sondern an einer davon abweichenden Position.
Welche Beschwerden können bei Mädchen auftreten?
Ein ständiges Harnträufeln neben dem regulären Wasserlassen.
Wie wird die Fehlmündung diagnostiziert?
Durch eine Ultraschalluntersuchung sowie eine weiterführende Bildgebung der Harnwege.
Wie wird die Fehlbildung behandelt?
Durch eine operative Verlagerung der Harnleitermündung.
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