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Vergiftungen

Kupfervergiftung

Die Kupfervergiftung entsteht meist durch die Aufnahme größerer Mengen Kupfersalze, etwa aus stark angesäuerten Getränken, die längere Zeit in Kupfergefäßen aufbewahrt wurden, oder durch den versehentlichen Verzehr kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel. Da Kupfer in kleinen Mengen ein lebensnotwendiges Spurenelement ist, treten Vergiftungen fast ausschließlich bei deutlich erhöhter Aufnahme auf.

Ursachen

Häufige Ursachen sind der Verzehr saurer Lebensmittel oder Getränke, die längere Zeit in unbeschichteten Kupfergefäßen standen, sowie das versehentliche oder absichtliche Verschlucken kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel. Auch eine seltene angeborene Stoffwechselstörung kann zu einer schädlichen Kupferanreicherung im Körper führen.

Symptome

Im Vordergrund stehen Übelkeit, Erbrechen mit mitunter bläulich-grüner Verfärbung, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei Aufnahme größerer Mengen können sich zusätzlich eine Schädigung der roten Blutkörperchen mit Blutarmut sowie Leber- und Nierenschäden entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit Angaben zur Aufnahmequelle sowie den Nachweis erhöhter Kupferwerte im Blut. Ergänzend werden Blutbild, Leber- und Nierenwerte kontrolliert, um eine Organbeteiligung zu erfassen.

Behandlung

Bei leichteren Vergiftungen genügt meist eine unterstützende Behandlung mit Flüssigkeitsersatz. Bei ausgeprägter Vergiftung mit Organbeteiligung können bindende Medikamente eingesetzt werden, die Kupfer binden und dessen Ausscheidung aus dem Körper fördern.

Verlauf und Prognose

Die meisten Kupfervergiftungen verlaufen mild und heilen innerhalb weniger Tage folgenlos aus. Bei Aufnahme größerer Mengen mit Organbeteiligung kann der Verlauf jedoch ernster sein, weshalb eine ärztliche Abklärung bei Verdacht auf eine relevante Kupferaufnahme sinnvoll ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie kommt es typischerweise zu einer Kupfervergiftung?

Meist durch saure Getränke, die längere Zeit in unbeschichteten Kupfergefäßen standen, oder durch kupferhaltige Pflanzenschutzmittel.

Ist Kupfer grundsätzlich schädlich?

Nein, in kleinen Mengen ist es ein lebensnotwendiges Spurenelement, schädlich wird es erst bei deutlich erhöhter Aufnahme.

Welche Organe können bei stärkerer Vergiftung betroffen sein?

Leber und Nieren sowie die roten Blutkörperchen.

Woran kann man eine Kupfervergiftung manchmal erkennen?

An einer bläulich-grünen Verfärbung des Erbrochenen.

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