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Vergiftungen

Vergiftung durch intravenöse Anästhetika

Intravenöse Anästhetika wie Propofol, Etomidat, Ketamin und Thiopental werden über die Vene gegeben, um eine Narkose einzuleiten oder aufrechtzuerhalten. Sie wirken schnell und stark. Überdosierungen entstehen meist im medizinischen Umfeld, gelegentlich auch durch Missbrauch.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosis oder zu schnelle Gabe, Wechselwirkungen mit Opioiden und Beruhigungsmitteln, Vorerkrankungen von Herz, Leber und Nieren, höheres Alter und der Missbrauch von Ketamin oder Propofol außerhalb der Klinik.

Symptome

Typisch sind Bewusstlosigkeit, flache oder fehlende Atmung, Blutdruckabfall und langsamer Herzschlag. Ketamin verursacht zusätzlich Halluzinationen, Verwirrtheit, Blutdruckanstieg und Herzrasen. Bei längerer hochdosierter Propofolgabe kann ein Propofol-Infusionssyndrom mit Herzrhythmusstörungen, Übersäuerung und Muskelzerfall auftreten.

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Diagnostik

Atmung, Sauerstoffsättigung, Kreislauf, EKG und Bewusstseinslage werden fortlaufend überwacht. Blutgase, Blutsalze, Laktat, Muskel- und Nierenwerte helfen bei der Beurteilung.

Behandlung

Die Zufuhr wird gestoppt, Atemwege werden gesichert und bei Bedarf wird beatmet. Der Kreislauf wird mit Flüssigkeit und Medikamenten gestützt. Ein spezifisches Gegenmittel gibt es nicht. Außerhalb der Klinik ist der Notruf 112 zu wählen, mit stabiler Seitenlage oder Wiederbelebung.

Verlauf und Prognose

Bei rascher Beatmung und Kreislaufstabilisierung erholen sich Betroffene meist vollständig. Ohne Atemunterstützung besteht Lebensgefahr. Vorbeugend gehören Überwachung, angepasste Dosen und Ausrüstung zur Beatmung zu jeder Narkose.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Gibt es ein Gegenmittel?

Nein, die Behandlung besteht aus Beatmung und Kreislaufstützung.

Was ist das Propofol-Infusionssyndrom?

Eine seltene Komplikation nach hochdosierter Langzeitgabe mit Rhythmusstörungen und Übersäuerung.

Warum ist Ketamin-Missbrauch riskant?

Er kann Halluzinationen, Bewusstlosigkeit und Blasenschäden verursachen.

Wann ist es ein Notfall?

Bei Bewusstlosigkeit oder flacher Atmung sofort den Notruf 112 wählen.

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