Intraspinaler Abszess und intraspinales Granulom
Der intraspinale Abszess und das intraspinale Granulom sind eine abgekapselte Eiteransammlung beziehungsweise eine entzündliche Gewebeneubildung im Wirbelkanal, die das Rückenmark einengen können.
Ursachen
Eine Streuung von Erregern über die Blutbahn, eine fortgeleitete Infektion aus einer benachbarten Struktur oder eine Komplikation nach einer Rückenoperation können zu einer abgekapselten Eiteransammlung im Wirbelkanal führen.
Symptome
Betroffene verspüren Rückenschmerzen, Fieber sowie bei fortschreitender Einengung des Rückenmarks eine zunehmende Schwäche und Taubheitsgefühl in den Beinen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Kernspinuntersuchung der Wirbelsäule gestellt, mit der sich die raumfordernde Veränderung im Wirbelkanal darstellen lässt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer intravenösen Antibiotikabehandlung sowie, bei drohender Rückenmarkseinengung, einer notfallmäßigen operativen Entlastung.
Verlauf und Prognose
Mit einer rechtzeitigen Behandlung ist die Prognose gut. Eine verzögerte Behandlung kann zu einer bleibenden Rückenmarksschädigung führen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Intraspinaler Abszess und intraspinales Granulom: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was sind ein intraspinaler Abszess und ein intraspinales Granulom?
Eine abgekapselte Eiteransammlung beziehungsweise eine entzündliche Gewebeneubildung im Wirbelkanal.
Wodurch entstehen sie?
Durch eine Erregerstreuung über die Blutbahn, eine fortgeleitete Infektion oder eine Operationskomplikation.
Welche Beschwerden verursachen sie?
Rückenschmerzen, Fieber und bei Fortschreiten eine Schwäche der Beine.
Wie werden sie behandelt?
Durch intravenöse Antibiotika sowie bei Bedarf eine notfallmäßige operative Entlastung.
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