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Frauengesundheit

Fortbestehen der Schwangerschaft nach Fehlgeburt eines oder mehrerer Feten

Bei Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaften kommt es gelegentlich vor, dass ein Kind früh in der Schwangerschaft abgeht oder nicht weiter wächst, während sich das andere oder die anderen normal entwickeln. Man spricht dann vom Fortbestehen der Schwangerschaft nach Fehlgeburt eines oder mehrerer Feten. Für die Eltern ist das eine zwiespältige Situation aus Verlust und fortbestehender Hoffnung. Medizinisch stehen die Sicherheit der verbleibenden Kinder und die Begleitung der Mutter im Vordergrund.

Ursachen

Am häufigsten liegt dem frühen Verlust eines Kindes eine Chromosomenveränderung oder eine Entwicklungsstörung zugrunde, die mit dem Leben nicht vereinbar ist. Weitere Ursachen sind Plazentaprobleme, Nabelschnurkomplikationen oder, bei Zwillingen, die sich eine Plazenta teilen, eine ungleiche Blutverteilung zwischen den Kindern. Oft bleibt die Ursache unklar.

Symptome

Manche Frauen bemerken eine vorübergehende Blutung oder Unterleibsschmerzen, andere haben keinerlei Beschwerden, und der Verlust wird erst im Ultraschall festgestellt. Schwangerschaftszeichen bleiben meist bestehen, da sich das andere Kind weiterentwickelt. Häufig überlagern sich Trauer und Sorge um die verbleibenden Kinder.

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Diagnostik

Der Ultraschall bestätigt, dass ein Kind nicht mehr lebt, und zeigt, ob sich die Kinder eine Plazenta teilen, was für das weitere Risiko entscheidend ist. Das Wachstum und Wohlbefinden der verbleibenden Kinder wird in kürzeren Abständen kontrolliert. Bei später Feststellung werden Gerinnungswerte der Mutter und der Zustand des überlebenden Kindes besonders beachtet.

Behandlung

Meist ist kein Eingriff notwendig, das verstorbene Kind wird im Verlauf vom Körper aufgenommen oder bei der Geburt gefunden. Die Schwangere erhält eine engmaschige Betreuung mit regelmäßigen Ultraschallkontrollen. Bei einem späteren Verlust, insbesondere bei gemeinsamer Plazenta, wird das überlebende Kind besonders sorgfältig untersucht und der Entbindungszeitpunkt sorgfältig abgewogen. Psychologische Unterstützung und Beratung stehen zur Verfügung.

Verlauf und Prognose

Bei einem frühen Verlust ist die Prognose für die verbleibenden Kinder in der Regel gut. Erfolgt der Verlust später oder teilen sich die Kinder eine Plazenta, sind Risiken wie Frühgeburt oder Schädigungen des überlebenden Kindes erhöht. Die Betreuung wird individuell angepasst, damit Risiken früh erkannt werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie häufig kommt das vor?

Der frühe Verlust eines Zwillings ist nicht selten, oft wird er nur zufällig im Ultraschall bemerkt.

Ist das überlebende Kind gefährdet?

Bei frühem Verlust meist nicht, bei spätem Verlust oder gemeinsamer Plazenta ist das Risiko erhöht und wird besonders überwacht.

Muss etwas operativ entfernt werden?

In der Regel nicht, das verstorbene Kind wird vom Körper aufgenommen oder bei der Geburt gefunden.

Gibt es Unterstützung für die Eltern?

Ja, Beratung, psychologische Begleitung und Selbsthilfegruppen stehen zur Verfügung.

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