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Hals, Nase & Ohren

Erweiterte Tuba auditiva (Tuba-auditiva-Offenstand)

Die erweiterte Tuba auditiva, auch als Tuba-auditiva-Offenstand oder klaffende Ohrtrompete bezeichnet, ist eine Funktionsstörung der normalerweise überwiegend geschlossenen Verbindung zwischen Mittelohr und oberem Rachenraum, bei der diese Verbindung dauerhaft oder zeitweise abnorm offen steht, anstatt sich nur beim Schlucken oder Gähnen kurzzeitig zu öffnen. Diese anhaltende Offenheit der Ohrtrompete führt dazu, dass Geräusche aus dem eigenen Körper, insbesondere die eigene Stimme sowie das eigene Atemgeräusch, direkt über die offene Verbindung in das Mittelohr übertragen werden und von den Betroffenen als störend laut sowie hallend wahrgenommen werden, ein Phänomen, das als Autophonie bezeichnet wird. Die Erkrankung steht damit im Gegensatz zur weitaus häufigeren Funktionsstörung mit unzureichender Öffnung der Ohrtrompete und stellt eine eigenständige, in ihren Beschwerden mitunter stark belastende Störung der Ohrtrompetenfunktion dar.

Ursachen

Die erweiterte Tuba auditiva entsteht durch eine Verminderung des normalerweise vorhandenen, die Ohrtrompete umgebenden Fett- sowie Weichteilgewebes, das im gesunden Zustand für einen ausreichenden Verschlussdruck der Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenraum sorgt, sodass sich diese nur beim Schlucken oder Gähnen kurzzeitig öffnet. Ein deutlicher, meist rascher Gewichtsverlust zählt zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung dieser Funktionsstörung, da hierdurch auch das die Ohrtrompete umgebende Fettgewebe reduziert wird. Weitere, seltenere Ursachen umfassen bestimmte hormonelle Veränderungen sowie eine angeborene, konstitutionell bedingte Veranlagung zu einem verminderten Weichteilgewebe im Bereich der Ohrtrompete, wobei die Erkrankung bei einem Teil der Betroffenen auch ohne erkennbaren auslösenden Faktor auftritt.

Symptome

Das führende und für die Erkrankung namensgebende Symptom der erweiterten Tuba auditiva ist die Autophonie, also das störende, oft als übermäßig laut sowie hallend empfundene Hören der eigenen Stimme sowie des eigenen Atemgeräuschs im betroffenen Ohr, das für viele Betroffene mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität, insbesondere beim Sprechen sowie in ruhiger Umgebung, verbunden ist. Viele Betroffene bemerken zusätzlich ein Druckgefühl im betroffenen Ohr sowie ein charakteristisches, mit der eigenen Atmung synchron auftretendes Rauschen oder Pfeifen. Typischerweise bessern sich die Beschwerden bei einem Vorbeugen des Kopfes oder im Liegen, da hierdurch der venöse Blutfluss im Bereich der Ohrtrompete zunimmt und diese dadurch wieder etwas anschwillt und sich teilweise verschließt, was ein wichtiges diagnostisches Hinweiszeichen darstellt.

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Diagnostik

Die Diagnose der erweiterten Tuba auditiva wird anhand der charakteristischen Beschwerdeschilderung mit störender Autophonie sowie der typischen Besserung der Beschwerden im Liegen oder bei vorgebeugtem Kopf nahegelegt. Eine endoskopische Untersuchung des oberen Rachenraums kann die abnorm weit offen stehende Ohrtrompete sowie deren charakteristische Bewegung im Rhythmus der Atmung direkt sichtbar machen und die Diagnose damit bestätigen. Eine begleitende Untersuchung des Trommelfells mittels Mikroskopie zeigt bei einem Teil der Betroffenen ein charakteristisches, mit der Atmung synchrones Flattern des Trommelfells, das die Diagnose zusätzlich untermauert.

Behandlung

Die Behandlung der erweiterten Tuba auditiva richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei bei einem vorausgegangenen deutlichen Gewichtsverlust als auslösendem Faktor eine gezielte, ärztlich begleitete Gewichtszunahme bei einem Teil der Betroffenen zu einer Besserung der Beschwerden beitragen kann. Verschiedene konservative Maßnahmen, etwa das Einträufeln bestimmter, die Schleimhaut abschwellender oder befeuchtender Nasentropfen, können bei einem Teil der Betroffenen eine vorübergehende Linderung der Beschwerden bewirken. Bei anhaltenden, stark belastenden Beschwerden, die auf konservative Maßnahmen nicht ausreichend ansprechen, stehen weiterführende Behandlungsverfahren zur Verfügung, insbesondere eine gezielte Injektion eines volumenaufbauenden Präparats in die Ohrtrompetenwand, die den notwendigen Verschlussdruck der Verbindung wiederherstellen soll.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der erweiterten Tuba auditiva ist unterschiedlich und hängt maßgeblich von der zugrunde liegenden Ursache sowie dem Ansprechen auf die eingeleiteten Behandlungsmaßnahmen ab, wobei sich die Beschwerden bei einem Teil der Betroffenen, insbesondere nach erfolgreicher Behandlung eines zugrunde liegenden Gewichtsverlusts, deutlich bessern oder vollständig zurückbilden. Bei einem Teil der Betroffenen bleiben die Beschwerden trotz konservativer Behandlungsmaßnahmen bestehen und erfordern eine weiterführende, gezielte Behandlung, um eine ausreichende Linderung der oft als stark belastend empfundenen Autophonie zu erreichen. Eine offene ärztliche Beratung über die verfügbaren Behandlungsoptionen sowie deren realistische Erfolgsaussichten ist angesichts des mitunter erheblichen Leidensdrucks der Betroffenen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist das führende Symptom der erweiterten Tuba auditiva?

Die Autophonie, also das störende, laute Hören der eigenen Stimme sowie des eigenen Atemgeräuschs im betroffenen Ohr.

Was ist eine häufige Ursache der Erkrankung?

Ein deutlicher, meist rascher Gewichtsverlust, der auch das die Ohrtrompete umgebende Fettgewebe reduziert.

Wann bessern sich die Beschwerden typischerweise?

Bei einem Vorbeugen des Kopfes oder im Liegen, da die Ohrtrompete dadurch wieder etwas anschwillt.

Welche Behandlung steht bei anhaltenden, starken Beschwerden zur Verfügung?

Eine gezielte Injektion eines volumenaufbauenden Präparats in die Ohrtrompetenwand.

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