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Häufige Erkrankungen

Epididymitis (Nebenhodenentzündung)

Die Epididymitis ist eine Entzündung des Nebenhodens, die typischerweise zu Schmerzen und Schwellung im Hodensack führt. Sie muss sorgfältig von der akut lebensbedrohlichen Hodentorsion unterschieden werden.

Wie die Entzündung entsteht

Bakterien gelangen meist über die Harnröhre oder Harnwege zum Nebenhoden und lösen dort eine Entzündung aus — bei jüngeren, sexuell aktiven Männern sind häufig sexuell übertragbare Erreger die Ursache, bei älteren Männern eher Harnwegsinfekte oder eine Prostatavergrößerung.

Typische Beschwerden

Allmählich zunehmende Schmerzen und Schwellung meist eines Nebenhodens, Rötung und Überwärmung des Hodensacks sowie mitunter Fieber und Beschwerden beim Wasserlassen.

Warum die Abgrenzung zur Hodentorsion so wichtig ist

Eine Hodentorsion, bei der sich der Hoden um seine eigene Gefäßachse dreht, erfordert eine sofortige Notoperation, während die Epididymitis mit Antibiotika behandelt wird — da beide Erkrankungen ähnliche Beschwerden verursachen können, sollte bei plötzlichen Hodenschmerzen immer umgehend eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Diagnostik

Ein Ultraschall mit Dopplertechnik zeigt die Durchblutung des Hodens und hilft, eine Hodentorsion auszuschließen; eine Urinuntersuchung kann zusätzlich auf den auslösenden Erreger hinweisen.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit gezielten Antibiotika, ergänzt durch Schonung, Hochlagern des Hodensacks und Schmerzlinderung — bei Verdacht auf sexuell übertragbare Erreger wird auch der Sexualpartner mitbehandelt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie unterscheidet man Epididymitis von einer Hodentorsion?

Eine sichere Unterscheidung gelingt nur durch ärztliche Untersuchung mit Ultraschall — bei plötzlichen Hodenschmerzen sollte deshalb immer umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden.

Warum ist die Unterscheidung so wichtig?

Weil eine Hodentorsion eine sofortige Notoperation erfordert, während Epididymitis mit Antibiotika behandelt wird.

Ist Epididymitis immer sexuell übertragbar bedingt?

Nicht immer, bei älteren Männern stecken häufiger Harnwegsinfekte oder eine Prostatavergrößerung dahinter.

Wie wird Epididymitis behandelt?

Mit gezielten Antibiotika, Schonung und Hochlagern des Hodensacks.

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