Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Innere Medizin

Eiweißmangelanämie

Die Eiweißmangelanämie ist eine Form der Blutarmut, die durch eine über längere Zeit unzureichende Versorgung des Körpers mit Eiweiß entsteht. Da Eiweißbausteine für die Bildung des roten Blutfarbstoffs und neuer roter Blutkörperchen benötigt werden, führt ein anhaltender Mangel zu einer gestörten Blutbildung.

Ursachen

Ursache ist meist eine über längere Zeit unzureichende Eiweißzufuhr, etwa durch einseitige Ernährung, Mangelernährung oder erhöhten Eiweißbedarf, der nicht ausreichend gedeckt wird. Auch Erkrankungen, die zu einem vermehrten Eiweißverlust führen, etwa über den Darm oder die Nieren, können eine Eiweißmangelanämie begünstigen.

Symptome

Im Vordergrund stehen die allgemeinen Zeichen einer Blutarmut wie Blässe, Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Kurzatmigkeit bei Belastung. Häufig bestehen zusätzlich weitere Anzeichen eines Eiweißmangels, etwa Muskelschwund, Wassereinlagerungen oder eine verzögerte Wundheilung.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf eine Blutuntersuchung mit Nachweis einer Blutarmut sowie erniedrigter Eiweißwerte, insbesondere des Albumins. Zur Abklärung der zugrunde liegenden Ursache werden die Ernährungsgewohnheiten erfragt und mögliche Erkrankungen mit Eiweißverlust ausgeschlossen.

Behandlung

Im Mittelpunkt steht der schrittweise Ausgleich des Eiweißmangels durch eine angepasste, eiweißreiche Ernährung, bei ausgeprägtem Mangel unterstützt durch spezielle Nahrungsergänzung. Liegt der Eiweißmangelanämie eine andere Erkrankung zugrunde, wird diese zusätzlich gezielt behandelt.

Verlauf und Prognose

Mit einer ausreichenden und rechtzeitigen Eiweißzufuhr bildet sich die Blutarmut in den meisten Fällen zurück, und die Blutwerte normalisieren sich im Verlauf mehrerer Wochen. Bleibt der Mangel längere Zeit unbehandelt, können sich die Beschwerden verstärken und weitere Folgen eines anhaltenden Eiweißmangels hinzukommen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Wie hängt Eiweiß mit der Blutbildung zusammen?

Eiweißbausteine werden für die Bildung des roten Blutfarbstoffs und neuer roter Blutkörperchen benötigt.

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen mit einseitiger oder unzureichender Ernährung sowie Menschen mit Erkrankungen, die zu einem erhöhten Eiweißverlust führen.

Wie wird die Eiweißmangelanämie behandelt?

Durch eine angepasste, eiweißreiche Ernährung sowie die Behandlung einer eventuell zugrunde liegenden Erkrankung.

Wie schnell bessert sich die Blutarmut nach Ausgleich des Mangels?

Meist innerhalb mehrerer Wochen bei ausreichender Eiweißzufuhr.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen