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Verletzungen des Bewegungsapparats

Beckenbruch

Ein Beckenbruch entsteht meist durch erhebliche Krafteinwirkung, etwa bei Verkehrsunfällen oder Stürzen aus größerer Höhe, bei älteren Menschen mit Osteoporose aber auch schon durch vergleichsweise geringe Stürze. Wegen der Nähe zu großen Blutgefäßen und Organen zählt er zu den potenziell lebensbedrohlichen Verletzungen.

Wie es zum Bruch kommt

Bei jüngeren Menschen sind meist erhebliche Gewalteinwirkungen wie Verkehrsunfälle oder Stürze aus größerer Höhe die Ursache, während bei älteren Menschen mit verminderter Knochendichte schon ein vergleichsweise harmloser Sturz zu einem Beckenbruch führen kann.

Warum ein Beckenbruch so gefährlich sein kann

Das Becken liegt in unmittelbarer Nähe zu großen Blutgefäßen und inneren Organen — bei einem Bruch kann es zu erheblichem, teils lebensbedrohlichem inneren Blutverlust kommen, auch ohne äußerlich sichtbare starke Blutung.

Typische Beschwerden

Starke Schmerzen im Becken- und Hüftbereich, Unfähigkeit zu stehen oder zu gehen, Schwellung und Bluterguss sowie bei stärkerem Blutverlust Anzeichen eines Kreislaufschocks wie Blässe, kalter Schweiß und schneller Puls.

Erste Maßnahmen

Die betroffene Person sollte möglichst nicht bewegt werden, um weitere Verletzungen und Blutungen zu vermeiden — nach Absetzen des Notrufs sollte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vorsichtig auf Kreislauf und Atmung geachtet werden, ohne die Person unnötig zu bewegen.

Behandlung

Im Krankenhaus wird zunächst die Kreislaufsituation stabilisiert, bevor über bildgebende Verfahren das Ausmaß der Verletzung eingeschätzt wird — je nach Bruchform kommen konservative Behandlung mit Bettruhe oder eine operative Stabilisierung mit Platten und Schrauben infrage.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist ein Beckenbruch besonders gefährlich?

Weil in der Nähe große Blutgefäße und Organe liegen und es zu erheblichem, auch nach innen gerichtetem Blutverlust kommen kann.

Darf man eine Person mit Verdacht auf Beckenbruch bewegen?

Möglichst nicht — sie sollte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ruhig liegen bleiben, um weitere Schäden zu vermeiden.

Können auch leichte Stürze einen Beckenbruch verursachen?

Ja, besonders bei älteren Menschen mit verminderter Knochendichte kann schon ein vergleichsweise harmloser Sturz zu einem Bruch führen.

Muss ein Beckenbruch immer operiert werden?

Nicht immer, das hängt von Bruchform und Ausmaß ab — manche Brüche werden konservativ mit Bettruhe behandelt, andere operativ stabilisiert.

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