Arzneimittelinduzierte Dystonie
Die arzneimittelinduzierte Dystonie ist eine unwillkürliche, anhaltende Muskelkontraktion, die als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftritt und zu einer verdrehten Fehlhaltung des betroffenen Körperteils führen kann.
Ursachen
Bestimmte Medikamente, insbesondere Neuroleptika gegen psychiatrische Erkrankungen sowie manche Mittel gegen Übelkeit, können durch ihre Wirkung auf das Dopaminsystem des Gehirns eine unwillkürliche Muskelkontraktion auslösen.
Symptome
Betroffene entwickeln plötzlich einsetzende, unwillkürliche Muskelkontraktionen, häufig im Bereich von Hals, Gesicht oder Augen, die zu einer schmerzhaften Fehlhaltung führen können.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die Vorgeschichte mit zeitlichem Zusammenhang zur Medikamenteneinnahme sowie das charakteristische klinische Erscheinungsbild gestellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer umgehenden Gabe eines Gegenmittels sowie, wenn medizinisch vertretbar, im Absetzen oder in einer Dosisanpassung des auslösenden Medikaments.
Verlauf und Prognose
Mit einer raschen Behandlung bilden sich die Muskelkontraktionen meist innerhalb kurzer Zeit vollständig zurück.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Arzneimittelinduzierte Dystonie: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine arzneimittelinduzierte Dystonie?
Eine unwillkürliche, anhaltende Muskelkontraktion als Nebenwirkung bestimmter Medikamente.
Welche Medikamente können sie auslösen?
Insbesondere Neuroleptika und manche Mittel gegen Übelkeit.
Wo tritt sie häufig auf?
Häufig im Bereich von Hals, Gesicht oder Augen.
Wie wird eine arzneimittelinduzierte Dystonie behandelt?
Durch ein umgehendes Gegenmittel sowie Anpassung der auslösenden Medikation.
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