Arzneimittelinduzierte Chorea
Die arzneimittelinduzierte Chorea ist eine unwillkürliche, tänzelnde Bewegungsstörung, die als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftritt. Im Unterschied zu erblichen Formen wie der Chorea Huntington liegt hier eine klar benennbare, behebbare Ursache vor.
Ursachen
Bestimmte Medikamente, etwa manche Neuroleptika, Antiepileptika oder hormonelle Präparate, können durch ihre Wirkung auf das Dopaminsystem des Gehirns unwillkürliche, tänzelnde Bewegungen auslösen.
Symptome
Betroffene entwickeln unwillkürliche, fließende, tänzelnde Bewegungen der Gliedmaßen oder des Gesichts, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die Vorgeschichte mit zeitlichem Zusammenhang zur Medikamenteneinnahme sowie den Ausschluss erblicher oder anderer Ursachen der Chorea gestellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht, wenn medizinisch vertretbar, im Absetzen oder in einer Dosisanpassung des auslösenden Medikaments in Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
Verlauf und Prognose
Nach Absetzen des auslösenden Medikaments bilden sich die unwillkürlichen Bewegungen in der Regel innerhalb von Tagen bis Wochen zurück.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Arzneimittelinduzierte Chorea: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine arzneimittelinduzierte Chorea?
Eine unwillkürliche, tänzelnde Bewegungsstörung als Nebenwirkung bestimmter Medikamente.
Worin unterscheidet sie sich von der Chorea Huntington?
Sie hat eine klar benennbare, behebbare Ursache in einem auslösenden Medikament.
Welche Medikamente können sie auslösen?
Etwa manche Neuroleptika, Antiepileptika oder hormonelle Präparate.
Wie wird sie behandelt?
Durch Absetzen oder Dosisanpassung des auslösenden Medikaments.
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