Arzneimittelinduzierte Chorea
Die arzneimittelinduzierte Chorea ist eine unwillkürliche, tänzelnde Bewegungsstörung, die als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftritt. Im Unterschied zu erblichen Formen wie der Chorea Huntington liegt hier eine klar benennbare, behebbare Ursache vor.
Stand: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Bestimmte Medikamente, etwa manche Neuroleptika, Antiepileptika oder hormonelle Präparate, können durch ihre Wirkung auf das Dopaminsystem des Gehirns unwillkürliche, tänzelnde Bewegungen auslösen.
Symptome
Betroffene entwickeln unwillkürliche, fließende, tänzelnde Bewegungen der Gliedmaßen oder des Gesichts, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die Vorgeschichte mit zeitlichem Zusammenhang zur Medikamenteneinnahme sowie den Ausschluss erblicher oder anderer Ursachen der Chorea gestellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht, wenn medizinisch vertretbar, im Absetzen oder in einer Dosisanpassung des auslösenden Medikaments in Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
Verlauf und Prognose
Nach Absetzen des auslösenden Medikaments bilden sich die unwillkürlichen Bewegungen in der Regel innerhalb von Tagen bis Wochen zurück.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine arzneimittelinduzierte Chorea?
Eine unwillkürliche, tänzelnde Bewegungsstörung als Nebenwirkung bestimmter Medikamente.
Worin unterscheidet sie sich von der Chorea Huntington?
Sie hat eine klar benennbare, behebbare Ursache in einem auslösenden Medikament.
Welche Medikamente können sie auslösen?
Etwa manche Neuroleptika, Antiepileptika oder hormonelle Präparate.
Wie wird sie behandelt?
Durch Absetzen oder Dosisanpassung des auslösenden Medikaments.
Weiterlesen
Krankheiten der Nn. olfactorii (I. Hirnnerv)
Störungen des Riechnervs, die zu einer verminderten oder ausgefallenen Geruchswahrnehmung führen.
Weiterlesen →Nervensystem & GehirnKrankheiten des N. hypoglossus (XII. Hirnnerv)
Störungen des Unterzungennervs, die zu einer Lähmung mit Abweichung der Zunge beim Herausstrecken führen.
Weiterlesen →Nervensystem & GehirnMeningitis durch Haemophilus influenzae
Bakterielle Hirnhautentzündung durch Haemophilus influenzae, früher eine der häufigsten Ursachen einer bakteriellen Meningitis bei Kindern.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.