Angeborene Linsenverlagerung
Die angeborene Linsenverlagerung ist eine Fehllage der Augenlinse, die durch geschwächte oder fehlende Aufhängefasern entsteht, welche die Linse normalerweise in ihrer zentrierten Position im Auge halten. Sie kann isoliert auftreten oder Teil einer angeborenen Bindegewebserkrankung sein.
Ursachen
Die Verlagerung entsteht durch eine Schwäche oder ein teilweises Fehlen der feinen Aufhängefasern der Linse während der frühen Augenentwicklung. Sie tritt häufig im Rahmen bestimmter angeborener Bindegewebserkrankungen auf, bei denen auch andere Körperstrukturen betroffen sein können.
Symptome
Die verlagerte Linse führt zu einer unscharfen oder doppelten Wahrnehmung, insbesondere wenn der Linsenrand in den Bereich der Pupille hineinragt. Häufig besteht zusätzlich eine ausgeprägte Fehlsichtigkeit.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die augenärztliche Untersuchung mit Spaltlampe gestellt, bei der die Fehllage der Linse direkt sichtbar wird. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Bindegewebserkrankung wird eine weiterführende internistische und genetische Abklärung empfohlen.
Behandlung
Bei leichter Verlagerung genügt häufig ein Ausgleich der Fehlsichtigkeit mit einer Brille. Bei ausgeprägter Verlagerung mit deutlicher Sehbeeinträchtigung kann eine operative Entfernung der Linse mit Einsetzen einer künstlichen Linse notwendig werden.
Verlauf und Prognose
Mit einer angepassten optischen Korrektur oder, bei Bedarf, einer operativen Behandlung lässt sich die Sehfähigkeit bei den meisten Kindern gut erhalten. Liegt eine zugrunde liegende Bindegewebserkrankung vor, bestimmt deren Verlauf zusätzlich die langfristige Betreuung.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Angeborene Linsenverlagerung: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wodurch entsteht eine angeborene Linsenverlagerung?
Durch geschwächte oder fehlende Aufhängefasern der Linse während der frühen Augenentwicklung.
Womit tritt sie häufig gemeinsam auf?
Mit bestimmten angeborenen Bindegewebserkrankungen.
Wie wird eine leichte Verlagerung behandelt?
Durch einen Ausgleich der Fehlsichtigkeit mit einer Brille.
Wann wird eine Operation notwendig?
Bei ausgeprägter Verlagerung mit deutlicher Sehbeeinträchtigung.
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