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Verletzungen des Bewegungsapparats

Achillessehnenriss

Ein Achillessehnenriss ist der vollständige oder teilweise Riss der stärksten Sehne des Körpers, die den Wadenmuskel mit dem Fersenbein verbindet. Er entsteht meist bei plötzlicher, starker Belastung — etwa beim Abstoßen zum Sprint oder Sprung — häufig bei Freizeitsportler:innen mittleren Alters.

Wie er sich anfühlt

Viele Betroffene beschreiben ein plötzliches, lautes Knallen oder das Gefühl, gegen die Ferse getreten worden zu sein — begleitet von einem stechenden Schmerz oberhalb der Ferse. Ungewöhnlich für eine so gravierende Verletzung: manche können danach noch gehen, wenn auch mit deutlich eingeschränkter Kraft.

Ein einfacher Selbsttest, ersetzt aber keine Diagnose

Beim vorsichtigen Zusammendrücken der Wadenmuskulatur im Liegen bewegt sich der Fuß bei intakter Sehne reflexartig nach unten — bleibt diese Bewegung aus, spricht das für einen Achillessehnenriss. Dieser Test ersetzt aber nicht die ärztliche Untersuchung, sondern kann höchstens einen ersten Hinweis liefern.

Erstversorgung

Die betroffene Person sollte das Bein möglichst nicht mehr belasten, den Fuß in gestreckter Position (Zehen nach unten) ruhigstellen, kühlen und hochlagern — anschließend zeitnah eine Notaufnahme oder unfallchirurgische Praxis aufsuchen, da die Behandlung möglichst früh beginnen sollte.

Behandlung: konservativ oder operativ

Je nach Ausmaß des Risses, Alter und Aktivitätsniveau kommt entweder eine konservative Behandlung mit spezieller Schienung in zunehmend gestreckter Fußposition oder eine operative Naht der Sehne infrage — beide Wege können zu guten Ergebnissen führen, die Entscheidung wird individuell mit der behandelnden Praxis getroffen.

Rehabilitation

Nach der Akutbehandlung folgt eine mehrmonatige, stufenweise Rehabilitation mit schrittweiser Belastungssteigerung — Geduld ist hier entscheidend, da eine zu frühe volle Belastung das Risiko für einen erneuten Riss deutlich erhöht.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Kann man nach einem Achillessehnenriss noch gehen?

Manchmal ja, wenn auch mit deutlich eingeschränkter Kraft und hinkendem Gangbild — das ist kein Beweis gegen einen Riss und sollte trotzdem umgehend ärztlich untersucht werden.

Muss ein Achillessehnenriss immer operiert werden?

Nein, sowohl konservative als auch operative Behandlung sind etablierte Optionen mit vergleichbaren Ergebnissen bei entsprechender Nachbehandlung — die Wahl hängt von individuellen Faktoren ab.

Wie lange dauert die Genesung?

Bis zur vollen sportlichen Belastbarkeit vergehen häufig sechs bis zwölf Monate — die genaue Dauer ist individuell unterschiedlich und hängt von konsequenter Rehabilitation ab.

Wer ist besonders gefährdet für einen Achillessehnenriss?

Freizeitsportler:innen mittleren Alters, die unregelmäßig und ohne ausreichendes Aufwärmen intensive Belastungsspitzen (z. B. Sprints, Sprünge) ausüben, gelten als besonders gefährdet.

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